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Jagdbericht Mecklenburg-Vorpommern für das Jagdjahr 2005/2006 erschienen

Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern

"Mit dieser nunmehr 14. zusammenhängenden Veröffentlichung jagdstatistischer Daten werden auch für das Jagdjahr 2005/2006 in Mecklenburg-Vorpommern eine Vielzahl von Leistungen der Jägerschaft im öffentlichen Interesse festgehalten", so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus anlässlich des Erscheinens des aktuellen Jagdberichts.
Der Jagdbericht enthält umfassende Angaben zur Organisation des Jagdwesens, zur Jagdflächenstruktur, über die Streckenergebnisse beim Schalen-, Raub- und Niederwild, zum Wildschadensgeschehen, aber auch zum Jägerprüfungswesen oder zur Haltung von Jagdhunden. Jagdwissenschaftliche Beiträge vervollkommnen die Publikation.

Im Hinblick auf die Wildgeflügelpest im Jagdjahr 2005/2006 macht Minister Backhaus deutlich:
"Hier konnte ich mich auf die Unterstützung unserer Jägerinnen und Jäger verlassen. Sie halfen den Einsatzkräften in den betroffenen Gebieten mit großem Engagement beim Aufsuchen und tierschutzgerechten Töten erkrankter Wildvögel sowie beim Einsammeln bereits verendeter Tierkörper. Auch beteiligte sich eine große Anzahl von Jagdbezirksinhabern an unserem landesweiten Wildvogelmonitoring. Allen Jägerinnen und Jägern in unserem Bundesland möchte ich an dieser Stelle noch einmal meinen ausdrücklichen Dank für die geleistete Unterstützung bei der Bekämpfung der Wildgeflügelpest aussprechen. Ich bin mir sicher, dass ich mich auch bei den aktuellen Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor dieser gefährlichen Vogelgrippe auf die Jäger verlassen kann."

Der 14. Jagdbericht kann im Internet auf der Seite des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz unter www.lu.mv-regierung.de über den Link "Publikationen" bestellt bzw. heruntergeladen werden.


Wichtige Eckdaten aus dem Jagdbericht 2005/2006 (Zeitraum 01.04.2005 bis 31.03.2006)

Mit ca. 2 Mio. Hektar gelten 88 Prozent der Landesfläche von Mecklenburg-Vorpommern als Jagdfläche. Davon befinden sich 64 Prozent in gemeinschaftlichen Jagdbezirken und 36 Prozent in Eigenjagdbezirken.
Die Streckenergebnisse des Jagdjahres 2005/2006 stellen sich wie folgt dar:
Insgesamt wurden 125.490 Stück Schalenwild erlegt, etwa gleichviel wie in den letzten fünf Jagdjahren.
Das Streckenergebnis beim Rotwild liegt mit 6.279 ebenfalls auf Vorjahresniveau. Allerdings fallen beim Geschlechterverhältnis- und Altersklassenvergleich sowohl ein zu geringer Kälberabschuss als auch ein deutlich verringerter jagdlicher Eingriff in den Bestand der Alttiere auf. Dieser Tendenz gilt es im Zuge der fachgerechten Wildbewirtschaftung konsequent zu begegnen.
Das Streckenergebnis beim Damwild mit 11.165 Stück liegt im Durchschnitt der Ergebnisse der letzten fünf Jahre und somit auch auf einem hohen Niveau. Hier gilt es, die Erfolge einer landesweiten Bestandsreduzierung beim Damwild nicht zu gefährden.
Muffelwild kommt in M-V nur vereinzelt vor; hier wurden lediglich 222 Stück erlegt.
Mit 56.749 hält sich das Streckenergebnis beim Rehwild über Jahre hin völlig konstant. Seit Beginn der 90er-Jahre liegen die vergleichbaren Werte um die 55.000 Stück.
Ebenfalls auf hohem Niveau liegt das Streckenergebnis beim Schwarzwild. Mit 51.075 liegt es zum fünften Mal in Folge über der 50-Tausend-Marke. Aus Gründen der Tierseuchenvorbeuge ist gerade bei dieser Wildart einer Bestandszunahme konsequent zu begegnen.
Deutlich haben die Strecken von Fuchs, Dachs und Marderhund gegenüber den Vorjahren zugenommen. Hervorzuheben ist die erneute Streckenzunahme beim Marderhund auf nunmehr 20.044 innerhalb eines Jagdjahres.
Erheblich nachgelassen haben die Strecken beim Niederwild, insbesondere bei Wildgänsen (2.325 Stück) und Wildenten (7.159). Hier haben sich die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr wegen eines zeitlich befristeten Jagdverbotes, bedingt durch das Auftreten der Wildgeflügelpest, jeweils halbiert.
Der Trend der Abnahme des landesweit zu verzeichnenden, durch Schalenwild verursachten Wildschadensgeschehens hat sich auch im Jagdjahr 2005/06 fortgesetzt. Insgesamt wurden 351 Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen bei den Ordnungsbehörden angemeldet wurden. Hiervon wurden 261 anerkannt. Die Höhe des anerkannten Schadens betrug dabei insgesamt 257.000 Euro, der durch die Wildschadensausgleichskassen reguliert wurde. Der durchschnittliche Beitrag zur Wildschadensausgleichskasse beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 0,13 Euro je Hektar Jagdfläche.
Für das Jagdjahr 2005/2006 lösten 517 Jägerinnen und 11.336 Jäger in Mecklenburg-Vorpommern einen Jagdschein. Ein Vergleich zum vorhergehenden Jagdjahr zeigt, dass sich die Anzahl der gültigen Jagdscheine um 517 erhöhte.
Im Jagdjahr stellten sich 1.165 angehende Weidmänner und Weidfrauen in Mecklenburg-Vorpommern der Jägerprüfung, 1.023 Teilnehmer (88 Prozent) bestanden die dreiteilige Prüfung.
Die Preise für Jagdverpachtungen lagen im Jagdjahr 2005/06 je nach Landkreis oder kreisfreier Stadt zwischen 1,65 und 8,07 Euro je Hektar; im Durchschnitt bei 4,41 Euro je Hektar.
Das Landesjagdgesetz verlangt das Mitführen und die Verwendung brauchbarer Jagdhunde für jede Such-, Drück- und Treibjagd, bei jeder Jagd auf Schnepfen und Wasserwild sowie bei jeder Nachsuche auf Wild. Die jeweilige Brauchbarkeit des Jagdhundes ist durch eine erfolgreich abgelegte Prüfung nachzuweisen und durch die untere Jagdbehörde zu bestätigen. Im Jagdjahr 2005/06 wurden durch die unteren Jagdbehörden insgesamt 1033 Brauchbarkeitsnachweise für Jagdhunde ausgestellt.

Fragen, Meinungen, Hinweise an:
Pressesprecherin: Andrea Haase
Tel.: 0385 / 588-6003 od. -6065
Fax: 0385 / 588-6022
E-Mail: a.haase@lm.mvnet.de

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PM Nr.: 208/07 vom 03.07.2007


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