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ÖJV - Baden-Württemberg zur
Stellungnahme des LJV Justitiars Dr. Jörg Friedmann zum Leserbrief von Peter Weidenbach im JÄGER Nr. 8, August 2007-Seite 13
Forstpräsident a. D. Peter Weidenbach hat sich in einem Leserbrief der Augustausgabe des JÄGER kritisch, sachlich und konstruktiv mit dem Forstlichen Gutachten zum Abschussplan auseinander gesetzt. Hierzu äußert sich Dr. Friedmann in nicht hinnehmbarer Weise:
„. . . Die auch in der Forstverwaltung unterschiedliche Einschätzung des Stellenwertes des Rehwilds lässt sich z. B. in den Forderungen des forstlich dominierten Ökologischen Jagdvereins erkennen. Dieser stellt die Rehwildbejagung auf eine Stufe mit einer Schädlingsbekämpfung, was von vielen Forstbeamten, nicht nur den im LJV organisierten, nicht geteilt wird. . . ."
Der ÖJV Baden-Württemberg nimmt eine derartig falsche, plumpe und polemisierende Aussage wider besseres Wissen nicht ohne Widerspruch hin und fordert eine Richtigstellung in der nächsten Ausgabe des JÄGER in Baden-Württemberg.
Gemäß der Eckpunkte in Leitbild und Position des ÖJV Baden-Württemberg, 2004 stellen wir klar:
- Der ÖJV BW betrachtet Rehwild nicht als Schädling. Rehwild muss nicht bekämpft sondern bejagt werden.
- Der ÖJV BW hat die Rehwildbejagung nie als Schädlingsbekämpfung bezeichnet, noch vergleichbare Methoden gefordert.
- Stattdessen fordert der ÖJV eine nachhaltige, intensive, flexible, tierschutzkonforme und an den Bedürfnissen der Wildart orientierte Bejagung. Maßgeblich ist dabei der Zustand der Vegetation, insbesondere der Waldverjüngung mit standortheimischen Baumarten. Die Höhe des Abschusses soll sich deshalb verbindlich an den Ergebnissen des Forstlichen Gutachtens auf Revierebene orientieren.
So nachzulesen in Jagd im 21. Jahrhundert (678,00 kByte)
- Leitbild und Position des ÖJV BW.
Einer sachlichen, kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung um die Fortentwicklung der Rehwildbejagung steht der ÖJV offen gegenüber. Angesichts eines wiederholt alarmierenden Ergebnisses des Forstlichen Gutachtens ist diese auf breiter Basis, insbesondere aber auch vor Ort, in den einzelnen Jagdrevieren erforderlich. Dumpfe Polemik und Diffamierungen helfen in der Sache nicht und dürften vor Ort auch kaum überzeugen.
Prof. Rainer Wagelaar, ÖJV Baden-Württemberg
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