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Fuchsräude- Monitoring in Bayern gestartet
Der Wissenstand über die Verbreitung der Fuchsräude ist in Bayern derzeit unzureichend. Aus diesem Grund wurde von der Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement (Technische Universität München) ein Meldekataster eingerichtet. Ziel ist es, durch die Befragung der bayrischen Jäger Einblicke in die Verbreitung der Fuchsräude zu gewinnen. Hierzu wurde ein Fragebogen erstellt, der unter Fragebogen Fuchsräude (94,00 kByte)
abrufbar ist.
Zu den Hintergründen: Im Zuge einer ersten Vorstudie wurden bereits über 300 Räudefälle gemeldet, wodurch das große Interesse seitens der Jägerschaft verdeutlicht wird. Dies gab den Anstoß zu diesem Meldekataster. Momentan zeichnet sich ab, dass die Krankheit vor allem in den Regierungsbezirken Schwaben und Oberbayern auftritt. In einzelnen Regionen sind 15-30% der Fuchspopulation befallen. Es existieren aber ebenso Gebiete, in denen über 80% der Füchse die Räude aufweisen, was zu einer hohen Mortalität innerhalb der Fuchspopulation führt. Warum die Räude hier stärkere Verluste verursacht, ist derzeit nicht bekannt. Zusätzlich wurden in diesen Bereichen infizierte Marder, Dachse und Hunde gemeldet, was zeigt, dass die Räude lokal sehr präsent ist. Bekannt ist, dass die Epidemiologie des Hautparasiten von unterschiedlichen biotischen und abiotischen Faktoren abhängig ist. Die Fuchsdichte spielt hier eine maßgebliche Rolle. Mit zunehmender Fuchsdichte steigt die Infektionswahrscheinlichkeit, da die Kontaktrate zwischen den Individuen zunimmt. Andererseits kann die Räude einen sehr variablen Krankheitsverlauf nehmen, was durch die unterschiedlichen Durchseuchungsraten belegt wird. Neben den genannten Regierungsbezirken liegen vereinzelte Meldungen aus der Oberpfalz und aus Niederbayern vor.
Die ersten Auswertungen reichen bei weitem nicht aus, um für Bayern präzise Aussagen zu treffen. Zahlreiche offene Fragen wie die regionalen Durchseuchungsraten, die Mechanismen der Verbreitung oder der Einfluss auf die Fuchspopulation stehen im Raum. Wir hoffen, mithilfe des Meldekatasters Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Daher rufen wir die Jägerschaft auf, sich an diesem Meldekataster zu beteiligen.
Starke Abmagerung und krustig- verschorfte Hautstellen sind typisch für eine Räudeerkrankung (Quelle: C. Janko)
Fragebogen Fuchsräude (94,00 kByte)
PDF
Fragebogen Fuchsraude Doc-Datei (163,00 kByte)
Doc
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