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Artenschutz mit dem Jagdgewehr ?

Der Biologe Josef Reichholf kommt nach Usingen.

Dienstag, 7. September 2010 um 20 Uhr
Usingen, Hugenottenkirche

Eintritt frei. Veranstalter ist die Vogelschutzgruppe Usingen, die stattdessen um eine Spende bittet.



In seinem Vortrag wird sich Reichholf mit Natur u.-Artenschutz befassen. Unter anderem wird es um das Selbstverständnis von Teilen der Jägerschaft gehen, die ihre Jagd auf „Raubzeug" als praktizierten Artenschutz verstehen. Hält diese Sichtweise einer wissenschaftlichen Überprüfung stand? Beispielhaft geht es um die vermeintliche oder tatsächliche Notwendigkeit der Jagd auf Rabenvögel, Füchse und andere Beutegreifer.

Reichholf ist Honorarprofessor der Technischen Universität München und Sektionsleiter Ornithologie der Zoologischen Staatssammlung München . Er war Präsidiumsmitglied des Worldwide Fund for Nature (WWF) in Deutschland.

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ÖJV-Information:
Reichholf gilt als streitbar und umstritten. Etliche ÖJV-Mitglieder kennen ihn als kompetenten Wissenschaftler, „der ganz auf`unserer Linie argumentiert. Die Veranstaltung in Usingen könnte ein interessanter Abend werden, auch in Bezug auf Vogeljagd". Andere sind von seinem Buch "Comeback der Biber" angetan:
„In ihm werden Lebensstrategien von Tierarten erläutert, die ebenso erstaunlich wie spannend sind. Dies führt sicher zu Abschieden von alten Vorstellungen über ökologisches Gleichgewicht und deren Zusammenhänge sowie von menschlichem Wunschdenken. In jedem Fall sind seine Ausführungen interessant, vielleicht provozierend, aber des Nachdenkens wert! Aus jägerischer Sicht bestimmt der Kategorie "Querdenker und Provokateur" zugehörig."
Jenseits der Artenschutz-Thematik beschäftigt sich Reichholf u.a. mit dem Klimawandel. Seine Positionen haben Kontroversen ausgelöst, werden aber bei seinem Vortrag in Usingen keine Rolle spielen.
Hier vertritt Reichholf z.B. die These, „dass die Produktivität der Natur (z. B. fruchtbare Böden) sowie das Klima den Bestand oder Niedergang von Kulturen und Weltreichen bestimmt haben. Er behauptet, dass sich viele sehr verschiedene Ereignisse der Menschheitsgeschichte durch Klimaveränderung erklären lassen. So lassen sich ihm zufolge z.B. die Kreuzzüge im Mittelalter und die Epoche der Romantik im 18. und 19. Jahrhundert letztlich auf das damalige warme Klima zurückführen.(...) Klimaforscher Stefan Rahmsdorf warf Reichholf 2007 vor, in seinen Veröffentlichungen mit „falschen und irreführenden Klimakurven" zu arbeiten und somit gegen die Regeln der „guten wissenschaftlichen Praxis" zu verstoßen. Er ignoriere die im IPCC-Bericht dokumentierten Rekonstruktionen der Klimaentwicklung im letzten Jahrtausend und die aktuellen Forschungen in der Biologie zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Tier- und Pflanzenarten."
(aus: )

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Veranstaltungshinweis
Der Biologe Josef Reichholf kommt nach Usingen.


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