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Sächsische Wölfe bieten keinen Anlass zur Panikmache

Jungwolf (C) BajohrTschimpke: Jägerschaft muss zum sachlichen Dialog zurückkehren

Angesichts der negativen Schlagzeilen zu den durch die Lausitzer Wölfe an-
geblich drohenden Gefahren ruft auch der NABU Bundesverband zur Beson-
nenheit auf. „Von den Wölfen in Deutschland geht keine Gefahr für den Men-
schen aus", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Gerüchteküche, dass die Tiere ihre Scheu vor den Menschen verlieren würden, werde in diesen Tagen von einigen wenigen Akteuren gezielt angeheizt, um eine allgemeine Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen.
Mit Sorge betrachtet der NABU derzeit die Abkehr von Teilen der Jägerschaft aus dem sachlichen Umgang mit der Rückkehr der Wildtiere. „Von der Jäger-
schaft als anerkanntem Naturschutzverband erwarten wir keine Panikmache, sondern ein klares Bekenntnis zu einem sachlichen Umgang mit dem Wolf. Beuteneid auf den Wolf, wie es ihn in vergangenen Jahrhunderten gegeben hat, darf heute keine Rolle mehr spielen", betonte Tschimpke.
Mit Wiedereinwanderung der Wölfe nach Deutschland nach fast 100 Jahren verbinden sich nach Auffassung des NABU große Chancen für den Naturhaus-
halt. „Wir Menschen können lernen, wieder mit Wölfen in unserer Nachbar-
schaft zu leben", so Tschimpke. Wichtig seien dafür insbesondere Informatio-
nen über die Lebensweise der Wölfe. Die sächsischen Wölfe würden daher wissenschaftlich intensiv untersucht. Diese begleitenden Untersuchungen hätten einen hohen Wert und müssten fortgesetzt werden.
Erfolge seien auch bei der Informationsarbeit in der Wolfsregion zu verzeich-
nen. So konnte bei Nutztierhaltern erreicht werden, dass in den Kernlebens-
räumen der Wölfe immer weniger Nutztiere zu Schaden kommen. Diese Arbeit müsse nun intensiv fortgesetzt werden. Der NABU werde sich im Rahmen seiner Kampagne „Willkommen Wolf" auch weiter für ein Miteinander von Menschen und Wölfen in Deutschland engagieren.
Der NABU setzt sich für den Schutz frei lebender Wölfe in Deutschland ein. Zu diesem Zweck wurde im Mai 2005 das Aufklärungs-Projekt „Willkommen Wolf" gestartet.
Weitere Informationen:
Jörg-Andreas Krüger, Leiter Fachbereich Naturschutz, (0 30) 28 49 84-24, Funk (01 73) 6 00 43 64




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