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Seeadler dezimieren Kormoranbestände am Tollensesee

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Seeadler haben in diesem Frühjahr am Tollensesee die Bestände der als Fischräuber geltenden Kormorane deutlich reduziert. Nach Angaben der Umweltorganisation BUND machen auf dem Nebensee Lieps bis zu sechs junge Adler Jagd auf brütende Altvögel. Die Zahl der mit Eiern und Jungvögeln besetzten Nester sei binnen weniger Wochen von 201 auf nur noch 55 gesunken, sagte BUND-Experte Axel Griesau.
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Börsennews - Neubrandenburg (ddp-nrd). Seeadler haben in diesem Frühjahr am Tollensesee die Bestände der als Fischräuber geltenden Kormorane deutlich reduziert. Nach Angaben der Umweltorganisation BUND machen auf dem Nebensee Lieps bis zu sechs junge Adler Jagd auf brütende Altvögel. Die Zahl der mit Eiern und Jungvögeln besetzten Nester sei binnen weniger Wochen von 201 auf nur noch 55 gesunken,
sagte BUND-Experte Axel Griesau. Den Angaben zufolge kreisen die Seeadler, die auch auf den ausgewürgten Fisch der Kormorane aus sind, regelmäßig über der Brutkolonie. Dabei würden die verfolgten Kormorane aufgeschreckt, bis die Brut aufgegeben werde. Das Beispiel zeige, dass die natürliche Bestandsregulierung funktioniere und keine Jagd durch den Menschen auf Kormorane notwendig sei, sagte Griesau. Zudem erübrige sich der Einsatz bleihaltiger Schrotmunition, durch die auch die streng geschützten Seeadler nach dem Fressen geschossener Kormorane gefährdet seien. Es sei daher überflüssig, dass Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) wieder die Kormoranlandesverordnung in Kraft setze. Nach Angaben der Landesregierung ist der Kormoranbestand in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen 15 Jahren von 4000 auf inzwischen rund 12 000 Brutpaare angewachsen. Das entspricht fast der Hälfte des deutschen Kormoranbestands. Täglich vertilgt ein Kormoran etwa 400 bis 500 Gramm Fisch, darunter vor allem Plötzen, Barsche und Jungdorsche. (ddp)
aus ad-hoc-news.de
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