ÖJV
zentrale Box - oben
Menuebox - oben






Tresor Schonert


Menuebox unten

Verwirrung unter den Jägern

Rotwild (c) Bajohr Erfurt. (ddp/tlz) Für Verwirrung hat bei Thüringer Jägern die Ankündigung gesorgt, dass die Jagdsaison in diesem Jahr früher beginnt. Um bereits jetzt auf die Pirsch zu gehen, bräuchten die Jäger allerdings noch eine Sondergenehmigung, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Frank Herrmann dem Sender MDR 1 Radio Thüringen. "Viele Jäger wissen das nicht und stehen in der Gefahr, sich strafbar zu machen."
Forstminister Volker Sklenar (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Schonzeit für Jungtiere und Weibchen von Rot- und Muffelwild sowie für junge Rothirsche am 1. August und damit vier Wochen früher als in den vergangenen Jahren zu beenden. Diese Änderung habe das Ministerium allerdings noch nicht im Gesetzblatt veröffentlicht, erklärte Herrmann. Daher ist die Bestimmung noch nicht in Kraft getreten. "Bei den Jägern ist genau das aber, wenn überhaupt, nur per stiller Post angekommen", sagte Herrmann.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums kann der vorgezogene Jagdtermin erst Mitte des Monats im Gesetzblatt veröffentlicht werden. Zuvor müsse die Änderung noch rechtlich geprüft werden. Allerdings seien alle Forstämter, Naturschutz- und unteren Jagdbehörden über eine interne Information von der neuen Regelung in Kenntnis gesetzt worden, erklärte der Referatsleiter Forsten im Ministerium, Volker Gebhardt. Drei Forstämter und mehrere private Jäger hätten rechtzeitig Sondergenehmigungen beantragt.
Mit dem Vorziehen der Jagdsaison reagierte das Land auf die Waldschäden durch den Sturm "Kyrill" und den Borkenkäferbefall. Um zu verhindern, dass die Wildtiere die frisch gepflanzten Bäume fressen, soll verstärkt auf den sogenannten Schadflächen gejagt werden.
Unterdessen warnte Klaus Klameth von der Jägerschaft Weimarer Land vor Aktionismus. Bei Muffelwild sei in einigen Revieren die Zahl der weiblichen Tiere bereits stark reduziert. Der weitere Abschuss würde den Nachwuchs an Kälbern und damit den Wildbestand gefährden, erklärte er.
Die Jagdzeiten sind deutschlandweit im Bundesjagdgesetz geregelt. Die Länder dürfen jedoch abweichende Bestimmungen erlassen.

01.08.2007 aus TLZ (Thüringer Landeszeitung)


zentrale Box - unten
Fusszeile - oben
Ökologischer Jagdverband e.V.
Imbergweg 2
88289 Waldburg
0700 - Telefon
fon 07529 91053
fax 07529 91054

Fusszeile - unten